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Mailänder Möbelmesse 2012

Coesfeld, im Mai 2012 – Die diesjährige Messe Möbelmesse in Mailand zeigte vor allem eins.

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thumb04_05-2012_Mail-nder_M-belmesseEs gab nicht den einen, herausstechenden Trend, sondern es war eine breite Ausfächerung in viele Strömungen wahrzunehmen, ein diversifiziertes Bild vielfältiger gestalterischer Ideen und Ausführungen.

Wer große Inszenierungen wie in den vergangenen Jahren erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Stattdessen: Zurückhaltung allerorten. Man musste schon genauer hinschauen, um feine Nuancen wahrzunehmen. Etwa Anklänge an die 50er oder 60er Jahre. Oder den anhaltenden Trend nach natürlicher Schönheit, der sich beispielsweise in feinen Holzbearbeitungen zeigte. Recycling ist nach wie vor ein Thema, Altes wird kunstvoll zu Neuem zusammengefügt. Und: Die Designer haben ihre Vorliebe für Blau wieder entdeckt.

Jedes Jahr im April steht Mailand ganz im Zeichen von Design. Auch in diesem Jahr, in dem die Möbelmesse zum 51. Mal stattfand, herrschte auf dem Messegelände und in der lombardischen Hauptstadt wieder dichtes Gedränge. An sechs Messetagen wurden insgesamt 331.649 Besucher aus aller Welt gezählt – das bedeutet einen Zuwachs von 3,5 Prozent gegenüber 2011. Auch wenn das Rahmenprogramm dieses Mal bescheidener ausfiel, als in den Vorjahren, herrschte Volksfeststimmung bis in die tiefe Nacht. Ausstellungen und Partys in allen Straßen und Gassen, die ganz Stadt schien wieder einmal auf den Beinen zu sein. Die Erwartungen der Design-Interessierten sind hoch und schon im Vorfeld wird viel diskutiert, welche Akzente gesetzt werden, welche Trends eine Rolle spielen und was neu wird.

„Wirklich Neues habe ich kaum gesehen“, resümiert Birgit Kunth, Marketingleiterin bei Parador. „Mein Eindruck ist, dass viele Hersteller und Designer ihre bereits in vergangenen Jahren vorgestellten Ideen weiter reifen lassen haben. Von dem Gedanken, jedes Jahr vollkommen neue Trends präsentieren zu müssen, hat man sich verabschiedet. Konzentration, das Spüren in die Tiefe, in die Spielarten einer jeden Strömung ist wichtiger, als dem Druck hinterherzurennen, jedes Jahr in Neuland vorzustoßen oder Sensationen zu präsentieren.“

 

thumb06_05-2012_Mail-nder_M-belmesse

Was bleibt: Nachhaltigkeit

Was beim Rundgang über die Messe auffällt, ist eine Art Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Wert Nachhaltigkeit. Der Begriff „Nachhaltigkeit“, der bekanntlich seinen Ursprung in der Forstwirtschaft hatte, ist längst zum Leitbild eines Megatrends geworden, der heute neben dem ökologischen Gedanken auch ökonomische und soziale Fragestellungen mit einbezieht. Dem starken Bedürfnis nach einem nachhaltigen Leben in Harmonie zwischen Mensch und Umwelt begegnen die Designer mit vielen Ideen – teilweise auch ironisierenden Installationen. Witzig sind beispielsweise begrünte Möbel und Objekte, die den Betrachter zum Schmunzeln und Nachdenken bringen. Echte Pflanzen scheinen die Innenräume wieder zurück zu erobern, viele Messestände waren mit üppigen Pflanzen dekoriert, die im Wohn- und Schlafräumen ganze Wände in eine grüne Oase verwandelten. Der stilistische Übergang von Innen- zu Außenräumen verlief dabei fließend. Das gilt auch für Outdoormöbel. Manchmal konnte man erst bei genauerem Betrachten feststellen, dass ganze Wohnzimmergruppen aus wetterfesten Materialien gefertigt waren, die auch Regen standhalten. Die Quintessenz daraus: Es verschmelzen nicht nur die Räume innen und außen, sondern es findet auch ein Austausch statt. Drinnen ist die Natur wieder eingezogen in Form von lebendigen Pflanzen, draußen mag man es so heimelig wie gewohnt und installiert witterungsbeständige Polster und Wohnaccessoires.

 

Wertschätzung von Material und Handwerk

Nachhaltig zu denken heißt vor allem, den natürlich vorhandenen Materialien mit besonderer Wertschätzung zu begegnen. Bei Holzprodukten zeigt sich dies in zweierlei Form: Zum einen bei der Betonung des „rohen“ Werkstoffs, beispielsweise bei der Einbindung von Spaltholz oder fast unbearbeiteten Materials. Nach wie vor sieht man vielerorts sägeraue Oberflächen. Respekt vor dem wertvollen Naturmaterial Holz zeigt sich aber auch in der besonders sorgfältigen, manchmal fast liebevollen Veredelung, die sich teils auch in kunstvollen Intarsien zeigte. Die Rückbesinnung auf die Qualitäten des Handwerks war schon auf der letzten Mailänder Möbelmesse zu beobachten gewesen, eine Wiederbelebung des Mitte des 19. Jahrhunderts in England entstandenen „Arts & Crafts Movement“. Die zentralen Merkmale dieser Bewegung – Einfachheit, materialgerechte Verarb

eitung und Anerkennung des traditionellen handwerklichen Know-hows – konnte man auch in diesem Jahr wieder auf vielen Messeständen sehen. Was in diesem Zusammenhang auch auffiel: Der Textur von Oberflächen wurde große Aufmerksamkeit geschenkt, beispielsweise mit geprägtem Leder oder haptisch interessanten Stoffen.

 

Alles fließt: Recycling

Panta rhei – alles fließt, der bekannte philosophische Leitsatz von Heraklit wurde von Platon ergänzt: „Und nichts bleibt, es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln“. Diesen ewigen Wandlungsprozess zeigen die Designer, in dem sie vorhandene Materialien und Dinge in einen neuen Kontext übertragen oder auch ganz bewusst Schönheit durch Altern entstehen lassen. So beispielsweise bei Teppichen und Stoffen, die echte (oder auf echt getrimmte) Gebrauchsspuren aufweisen. „Beim Recyclen wird aus dem Vollen geschöpft“, so Udo Tünte, Leiter Entwicklung und Innovation bei Parador. „Aus Fund- und Althölzern entstehen Tische und Kommoden, Jeanshosen verwandeln sich in Sofabezüge, Papierfasern werden in Formen gegossen, Plastikflaschen schmelzen zu neuem Leben dahin. Es entstehen teils extreme Materialien, Kunststoffexperimente mit offenem Ausgang.“

 

thumb02_05-2012_Mail-nder_M-belmesseVertrauen schafft, was bekannt ist

Eine Sehnsucht nach Altem, Bekanntem, nach den Dingen, die seit langem vertraut sind drückt sich in neu aufgelegten Klassikern und Anklängen an die 50er oder 60er Jahre des letzten Jahrhunderts aus, beispielsweise mit weichen, abgerundeten Formen. Anleihen aus dieser Zeit vermitteln eine aktuelle Idee von Heimeligkeit. Die Neuinterpretationen zeigen sich in entschlackten Versionen und anteilig in den typischen schlichten Pudertönen. Eine noch weitere zeitliche Distanz haben die barocken Elemente, die poppig getunt daher kamen, etwa in Form einer Kommode, die mit bunten Skizzen und Zeichnungen verziert war. Auffällig war in diesem Zusammenhang auch eine gewisse Opulenz bei Polstern und Kissen, die fast wie „aufgepumpt“ wirkten. „An die Ästhetik der 1960er Jahre erinnern Möbel in Schwarz-Weiß-Optik mit geometrischen Mustern“, erklärt Frank Petersen, Produktentwickler Laminat bei Parador. „Der starke Gegensatz zwischen Weiß und Schwarz wird dabei plakativ inszeniert.“

 

Farbigkeit, Material und Materialität

Kontraste sind auch bei den Farben zu beobachten: Beim Rundgang springen einem grelle, fluoreszierenden Farben entgegen. Andererseits verströmen erdige und pastellige Töne Ruhe. Es fällt auf, dass grelle Farben mit zartem Pastell kombiniert werden oder ungewöhnliche Farbkonstellationen, die bisher als unharmonisch galten, vollflächig nebeneinander stehen. Blau, die von allen Menschen am meisten akzeptierte Farbe, ist wieder überall zu sehen. Es gibt sowohl Möbel in knalligen Blautönen als auch ein puderiges, gedecktes Blau oder verspielte Details in Blau-Weiß- Kombinationen. Farben und Materialien korrespondieren. Bei manchen Stücken gewinnt man den Eindruck, dass Materialität und Farbe verschmelzen, wie beispielsweise bei Oberflächen oder Polstern aus feinstem Filz. Wie lautet das Fazit des Messerundgangs? Es darf in jede Richtung gedacht werden. Die Welt entwickelt sich vom Cluster-Denken hin zu einer breit gefächerten Vielfalt; Bekanntes wird modifiziert, Bestehendes hinterfragt und teils neu gemischt. Die Designbranche spiegelt diesen Prozess. Und bemüht sich um Nachhaltigkeit.

 

Pressekontakt

Parador GmbH & Co. KG

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