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Klassiker in neuen Farben: Mailänder Möbelmesse 2013

Die Mailänder Möbelmesse ist seit je her ein Treffpunkt für gestalterische Ideen und Konzepte. Parador besucht diesen wichtigen Termin und berichtet über aufkommende Trends und innovative Lösungen.

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Pink und Pop

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Mailand2013-Parador-Sessel-gruenDie Zeiten, in denen sich die großen Möbelhersteller mit zahlreichen, teils spektakulären Neuheiten Jahr für Jahr auf der Mailänder Möbelmesse übertrumpfen wollten, sind vorbei. So durfte man auch in diesem Jahr nicht die großen Sensationen oder gestalterische Novitäten erwarten. Vielmehr konnte man subtile Einflüsse erspüren, die die nächste Zeit prägen werden. Zum Beispiel eine Rückbesinnung auf Klassiker kombiniert mit neuen Ideen. Oder die Vorliebe der Designer für das Material Holz in seiner schönsten Facette: in ursprünglicher Natürlichkeit. Und es wird bunt, alle Farben sind erlaubt!

Zum 52. Mal fand die internationale Möbelmesse Salone Internazionale del Mobile in der lombardischen Hauptstadt statt. Wieder einmal wurde eine leichte Steigerung bei den Zahlen vermeldet, rund 2.500 Aussteller und über 324.000 Besucher hatten sich auf den Weg nach Mailand gemacht. In allen Hallen, die sich auf die Themengebiete Klassik, Moderne und Design verteilten, herrschte dichtes Gedränge. Einige Hersteller, die in den letzten Jahren ihre Ausstellungen und Installationen in das ehemalige Arbeiterviertel Zona Tortona oder in die Stadt verlagert hatten, waren auf das Mailänder Messegelände Rho zurückgekehrt. Wie in jedem Jahr, zeigte sich der Veranstalter, die Messegesellschaft Cosmit, sehr zufrieden. Claudio Luti, Präsident der Messegesellschaft betonte in vielen Interviews: Qualität ist das wichtigste Merkmal, mit dem wir uns auch in einer Zeit, die von der Finanzkrise geprägt ist, gut behaupten können.

 

Mailand2013-Parador-Moebelmesse-Sideboard

Eiche betont streifig

Die klassische Möbelindustrie hat das Material Holz wiederentdeckt. Dabei dominiert, wie schon seit Jahren zu beobachten, die Eiche. Darüber hinaus Nussbaum, insbesondere Wallnuss, und hier und da auch Ulme. Fein herausgearbeitete Holzstrukturen unterstreichen den typischen Charakter der Holzarten. Auffällig bei Eicheoberflächen ist die betonte Streifigkeit, die in Längs- und Querrichtung verarbeitet wird. Rustikalität ist weiter im Trend. Das zeigt sich in der Verwendung von massivem, fast roh belassenem Holz in urwüchsiger Sortierung. Dazu passt, dass sich einige Hersteller von der Einzelmöbel-Strategie abwenden und beispielsweise wieder komplette Bücher- oder Anbauwände ins Programm nehmen.

 

Kork und der Nachhaltigkeitsfaktor

Untersetzer oder Pinnwände aus Kork? Unverzichtbar für alternativ denkende Menschen in den 80er Jahren. Als Grundmaterial für Möbel und Lampen meldete sich Kork in diesem Jahr zurück, denn als nachwachsender Rohstoff ist er ökologisch unbedenklich, außerdem fühlt er sich warm und weich an. So konnte man Korkhocker und Korkfliesen oder auch Lampen mit Korkschirmen sehen. Die Korkleuchte Popcork von der portugiesischen Jungdesignerin Tania da Cruz gewann den ersten Preis beim SaloneSatelliteAward. Die Leuchte aus dunkelbraunem expandiertem Kork überzeugte die Jury mit dem Kontrast der frech aus dem korkigen Lampenschirm herauslugenden Glühbirnen und knalligen Textilkabeln. Der verwendete expandierte Kork besteht aus Abfallprodukten der Korkherstellung, die unter Wasserdruck verpresst werden. Damit ist dieses Material angesichts der begrenzten Korkeichenvorkommen besonders nachhaltig.

 

Mailand2013-Parador-Moebelmesse-Farben

Reeditionen in neuen Farben

Von dem starken Erwartungsdruck, jedes Jahr bahnbrechende Neuheiten präsentieren zu müssen, haben sich viele Hersteller befreit. Poltrona Frau, Meritalia und Agape legten Sessel bzw. Tische aus den 50er Jahren wieder auf, andere Firmen, wie Driade oder Porro belebten Entwürfe aus den 90er Jahren neu. Manche Neuauflagen zeigten sich in komplett überarbeiteten Farbreihen, wie beispielsweise bei Vitra oder beim Designlabel Cassina, das den Klassiker-Tisch LC 6 von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand mit mintfarbenem Gestell und rhababerfarbener Glasplatte neu im Programm hat.

Altbekannte Klassiker knüpfen an ein sehr menschliches Gefühl an, das sich in der Sehnsucht nach vertrauten Dingen ausdrückt. Anleihen an die 50er oder 60er Jahre vermitteln eine Idee von Heimeligkeit, die man aus
Erzählungen, Filmen oder der eigenen Kindheit kennt. Hinzu kommt, dass im Möbeldesign derzeit keine echten, langfristigen Trends auszumachen sind. Im Gegenteil: Jeder neue Entwurf ist ein Unikat, ein eigener Trend, der vorhandene Strömungen in der Gesellschaft, Politik und Kunst verarbeitet und den subjektiven Zeitgeist auf seine Art und Weise interpretiert.

Das Leben ist bunt!

Die Farbpalette rauf und runter dekliniert, poppige Farben, Pudertöne, ungewöhnliche Farbkombinationen: Erlaubt ist, was gefällt und was Spaß macht. Ein Trend, der definitiv aus der Modebranche kommt und der sich unaufhaltsam auch bei Möbeldesignern fortsetzt. Besonders eindrucksvoll inszeniert war dieses Farbspiel auf dem Stand von Vitra. Hier gab es einzelne Wohnwelten, die jeweils konsequent einem Farbkonzept folgten. Auch auf dem Stand von Moroso herrschte eine farbenfrohe Stimmung, hier mit eher pastelligen, pudrigen Tönen wie Rosé, Bleu, Mint und Hellgelb.

 

Mailand2013-Parador-Moebelmesse-Eiche

Autoindustrie und Möbelhersteller kooperieren

Im Rahmenprogramm der Messe, im „Fuori Salone“ machten viele Marken aus der Automobilindustrie auf sich aufmerksam, vor allem durch die Zusammenarbeit mit bekannten Designern. Renault zeigte das elektrisch angetriebene Konzeptauto „TwinZ“, das vom britischen Designer Ross Lovegrove entwickelt wurde und vor allem durch sein großzügiges Platzangebot, gegenläufig angeschlagenen Türen und ein außergewöhnliches Lichtkonzept auffiel. BMW startete eine Kooperation mit den Bouroullec-Brüdern. Sie entwickelten die Installation „Quit Motion“ für die Elektro-Linie von BMW, in dem vier rotierende Korkplattformen für Bequemlichkeit sorgen. „Alles ist ruhiger, sanfter, es geht nicht mehr um Geschwindigkeit und Aggression“, so ein BMW-Sprecher.

Luxusmarken wie Aston Martin und Maserati haben sich mit Premiumherstellern wie Zanotta und FormItalia zusammengetan und wenden sich mit teils limitierten Möbelstücken an eine besonders markenaffine, luxusorientierte Kundschaft. Das japanische Unternehmen Mazda zeigte in der Zona Tortona einen futuristischen Stuhl, der der Kodo-Philosophie „Soul of Motion“ folgend Dynamik und Bewegung vermitteln soll. Hyundai widmete sich interaktiven Lichtinstallationen, die die Designphilosophie des Unternehmens zeigen sollte. Das Konzept war interaktiv angelegt: Mit Hilfe von 12.000 lumineszierenden Kügelchen konnten die Besucher Skulpturen aus Licht gestalten.

Euroluce experimentiert mit LED

Alle zwei Jahre ergänzt die Euroluce, die „Lichtmesse“ den Salone del Mobile. Fast 500 Aussteller nutzten die Gelegenheit, ihre Neuheiten zu präsentieren, wobei das Experimentieren mit innovativen Leuchtmitteln wie LED teils in einem Stadium des zaghaften Beginnens ist, denn die Rahmenbedingungen sind vollkommen neu: Im Gegensatz zu Glühbirnen haben LEDs fast keinen eigenen Korpus, keinen eigenen Lichtraum. Damit ist ein neuer Gestaltungsspielraum mit ungeahnten Perspektiven entstanden, der erst noch erkundet werden muss. Für Lichtsysteme mit Spots oder Einbauleuchten ist das keine Herausforderung, aber wenn es um dekorative Lampen geht, ist Kreativität gefragt, da das punktförmige Strahlen der LEDs als nicht angenehm empfunden wird. Wegweisende Neuheiten gab es beispielsweise vom Leuchtenhersteller Flos, bei denen das Licht der Dioden mit einem Diffusor gestreut wird oder LEDs auf Scheiben angeordnet werden.

Der Salone Internazionale del Mobile 2013 war vergleichsweise unaufgeregt, ohne eine klare (Trend-)Aussage. Zu sehen waren wenig echte Neuheiten, kaum Highlights aber viel „Produktpflege“. Bei genauerem Hinsehen konnte man die Freude an Farbigkeit und Farbkombinationen entdecken und eine wiedergewonnene Vorliebe der Möbelbauer für das Naturmaterial Holz und ursprünglich belassene Holzoberflächen.

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